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Ganz der Tradition deutscher Expressionisten verpflichtet ist die Kärntnerin Richild Holt. Die geistigen Väter Beckmann, Dix und Nolde sind [...] nicht zu übersehen: »Menschenbilder« zeigt sie da - erkennbar ihr großes Interessengebiet, das sich in der Vielzahl ihrer Akte und Porträts widerspiegelt. Spannungsgeladen und doch weich »studiert« sie mittels Pinselstrich ihr Gegenüber, stets bemüht, den Zwiespalt zwischen Realität und Wunschwelt zu überbrücken. Auf dieser Suche nach Wahrheit, die Zeit überdauert, sind zahlreiche ausdrucksstarke Bilder entstanden ...
Portraits, Stilleben und Akte sind ihre Sujets. Kritiker entdecken in ihren Werken einen »neuen deutschen Realismus«.
Observer, Wien, 19. September 1992