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Die Entdeckung einer Malerin: Nach ihrem Debüt in New York, und Ausstellungen in Paris und Wien, gibt die Malerin unter dem Titel »Menschenbilder« zu Hause in Stuttgart Einblick in ihr ausdrucksstarkes Werk ... Bilder von tadelloser Professionalität, die den unverwechselbar-persönlichen, figurativen, der Tradition des deutschen Expressionismus verpflichteten Stil hervorheben ... Die autobiographischen Bilder, geben eine immense Selbstbeherrschung und große künstlerische Gestaltungskraft preis. »Zwischen dem Künstler und der Leinwand, zwischen einem Augenblick und dem nächsten, zwischen Leben und Tod existiert die Sehnsucht nach etwas, das Zeit überdauert«, schreibt die Malerin Richild Holt, und dieses Etwas bannt sie auf ihre Leinwand. Ob New Yorker Hochhauslandschaft, Stilleben mit zerbrochenem Glas oder leuchtende Cynnien, sie versteht es meisterhaft, die Befindlichkeiten unserer Zeit, die komplexe und komplizierte Natur des heutigen Menschen in ihren Bildern zu spiegeln. Ihre figurative Malerei gipfelt in ihrer sensiblen Porträtkunst.
Felix Schmidt, Welt am Sonntag, Nr. 37, Hamburg, 13. September 1992