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Kommentare (Auswahl)

Ganz der Tradition deutscher Expressionisten verpflichtet ist die Kärntnerin
Richild Holt. Die geistigen Väter Beckmann, Dix und Nolde sind [...] nicht zu übersehen:
»Menschenbilder« zeigt sie da - erkennbar ihr großes Interessengebiet, das sich in
der Vielzahl ihrer Akte und Porträts widerspiegelt. Spannungsgeladen und doch weich »studiert« sie mittels Pinselstrich ihr Gegenüber, stets bemüht, den Zwiespalt zwischen Realität und Wunschwelt zu überbrücken. Auf dieser Suche nach Wahrheit, die Zeit überdauert, sind zahlreiche ausdrucksstarke Bilder entstanden ...

Portraits, Stilleben und Akte sind ihre Sujets. Kritiker entdecken in ihren Werken einen
»neuen deutschen Realismus«.
Observer, Wien, 19. September 1992

Das Selbstporträt von Richild Holt ist in seiner präzisen zeichnerischen Linienführung
und dezenten Farbgebung charakteristisch für die Porträtkunst der Stuttgarter Malerin
Richild Holt, die ihre analysierende Auffassung der menschlichen Physiognomie auch
in den (anderen) Porträts bewahrt. Man kann Richild Holt vielleicht als Neo-Realistin,
die manchmal kubistische Einwirkungen verarbeitet, bezeichnen .... Beeindruckend ist
der sichere Sinn für Stimmungen, die meist von stiller Traurigkeit erfüllt sind, gelegentlich
blitzt auch Ironie auf.
R.E., Handelsblatt Galerie, Düsseldorf, 9. Oktober 1992

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Richild von Holtzbrinck